Hackfruchternte
Ident. Nr.: A IV 174
ObjID: obj:966830
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1930
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: HackfruchternteÜbersetzung: Harvesting the Root Crop
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 102 x 83 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966830
Objektbeschreibung
Erste berufliche Erfolge hatte Schmidt als Grafiker. Er illustrierte für den Insel-Verlag Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Honoré de Balzac und Théophile Gautier, wobei er sich „in Text und Textbild mit der feinempfindenden Anpassung eines Klavierbegleiters“ einfühlte (Ulrich Christoffel, Jüngere Münchener Maler, I., in: Die Kunst für Alle, 52. Jg. [1936/1937], H. 8, S. 196). Seine Ausbildung hatte Schmidt an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar bei Max Thedy begonnen. Doch nach nur einem Jahr wechselte er 1906 an die Akademie der bildenden Künste in München zu Franz von Stuck. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und im Bund zeichnender Künstler. Geprägt durch Studienreisen nach Italien, in die Niederlande, nach London und Paris sowie durch die Klarheit und Bescheidenheit der Kunst Pieter de Hoochs (1629–1684) und Jean Siméon Chardins (1699–1779) schuf Schmidt ländliche Idyllen und stilllebenhafte Szenerien des Alltags. Ein „Sinn für Tonwerte und den Stoffklang der Farben“ (ebd.) kennzeichnet auch die „Hackfruchternte“. Im Vordergrund ist eine klar und linear gefasste Figurengruppe zu sehen. Wie der Titel besagt, geht es um die Ernte der Kartoffel, der siegreichen Hackfrucht, die sich im 18. und 19. Jahrhundert schnell in Europa verbreitet hatte. Da sie langsam wächst, muss der Boden bearbeitet werden, um eine Überwucherung zu vermeiden. So trägt im Hintergrund ein Mensch eine Hacke, und Erdfrüchte werden gesammelt. Zudem sieht man weidende Kühe. Der komponierte Aufbau verbildlicht die Dreifelderwirtschaft. | Johanna Yeats
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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