Cesare Borgia (Arthur Kraft)
Ident. Nr.: A III 741
ObjID: obj:966892
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1914
- Provenienz
- Arthur Kraft, Berlin,
Um 1918 - vermutlich1932Johann Havenstein, Potsdam,
Vermutlich 1932 – 1950er JahreFritz Havenstein, Potsdam,
1950er Jahre – 1983Staatlicher Kunsthandel der DDR,
1984 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 180 x 91 cm
- Erwerbung
- 1984 Ankauf aus dem Staatlichen Kunsthandel der DDR, Antiquitätengalerie Potsdam
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966892
Objektbeschreibung
„Verschiedene Male hatte ich das Glück und die wohl seltene Auszeichnung, Corinth als Modell zu dienen, er hat mich fünf- oder sechsmal porträtiert, ich selber allerdings besitze nur zwei davon. Corinth war über meine drastische, aber manchmal treffende Kritik überrascht, auch konnte er aus meinem Munde ein ablehnendes Urteil vertragen“, schrieb Arthur Kraft (Lebensdaten unbekannt) an Charlotte Berend-Corinth (zit. nach WVZ Berend-Corinth 1992, Anhang der Briefe und Zitate, S. 222 f., Nr. 14). Im Jahre 1912 entstand das wohl erste Bildnis der markanten Person des Pelzhändlers (Verbleib unbekannt, WVZ Berend-Corinth 1992, 535), eines umtriebigen Mitglieds der Berliner Gesellschaft und begeisterten Kunstsammlers. Zwei Jahre später kam das Rollenporträt als Renaissancefürst Cesare Borgia hinzu – das zweite Bild, das Kraft erwarb. Ob Corinth das Gemälde auf Wunsch von Arthur Kraft oder aus eigenem Antrieb malte und ob er dazu durch eines der zahlreichen Kostümfeste der Berliner Künstlerschaft, auf dem der Dargestellte vielleicht diese Kleidung trug, angeregt wurde, ist unbekannt. Ebenfalls 1914 gab Corinth Kraft im selben Kostüm in der Rolle des Renaissancedichters Ludovico Ariosto wieder (Berlinische Galerie, WVZ Berend-Corinth 1992, 613). Die Frau des Künstlers wusste später zu berichten: „Corinth bezog seine Impulse aus einer tieferen Erlebnisschicht. Seine Gestalten lebten in ihm mitunter schon jahrelang, bevor er den geeigneten Modellen begegnete und seine Vision auf der Leinwand konkrete Formen annahm“ (Charlotte Berend-Corinth, Die Gemälde von Lovis Corinth, München 1958, S. 167). | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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