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Hafenansicht von Neapel (I von IV). Blick nach Sant’Elmo und auf das Castel Nuovo

Ident. Nr.: A I 818 (01)

ObjID: obj:967056

Details (Expert)

Beteiligte
Salvatore Candido (Lebensdaten unbekannt),
Maler*in
Datierung
1844
Provenienz
Elise Antonie Luise Schlaeger, geborene Casper,
376058
Nachlass/Vermächtnis: Pauline Henriette Auguste Casper, Berlin,
nach 1895 - 1904
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 27,5 x 40,3 cm
Erwerbung
1904 Vermächtnis der Pauline Henriette Auguste Casper, Berlin

Objektbeschreibung

Von Salvatore Candido, vermutlich von 1823 bis 1869 in Neapel lebend, wohl taubstumm und weitgehend Autodidakt, sind heute ausschließlich kleinere Ansichten von Neapel bekannt, wie sie gern als Souvenir erworben wurden. Die vier fast gleich großen Bilder, die fein und präzis beliebte Küstenabschnitte wiedergeben, sind denn auch mit einer privaten Schenkung in die Nationalgalerie gelangt.
Dargestellt sind verschiedene Uferpromenaden Neapels mit wechselndem Blick auf den Vesuv: die Gärten der Villa Reale, die Burg und königliche Residenz Castel Nuovo, der Leuchtturm, das Kloster San Martino und Castel Sant’Elmo auf dem Berg und das Castel dell’Ovo. Die vier Tafeln entsprechen im wesentlichen jenen Darstellungen von Neapel, wie sie seit Mitte des 18. Jahrhunderts bei Reisenden beliebt waren. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

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Knabe am Schreibtisch

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Läuferin

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Der aus Riga stammende Starck begann sein Studium in Stuttgart und wechselte 1887 an die Berliner Hochschule für die bildenden Künste. Dort studierte er bei Albert Wolff, Fritz Schaper und Ernst Herter, von 1891 bis 1898 war er Meisterschüler von Reinhold Begas. Sein 1891 entstandener „Flötenspieler“ weist noch letzte Wurzeln im Neobarock auf, ehe sich der Bildhauer verstärkt einer neoklassizistischen Formensprache zuwandte, wie sie in seiner Bronze „Träumerei“ (1898, B I 129) oder auch in der polychrom gefassten Marmorarbeit „Die Quelle“ (1903, B I 200) zu beobachten ist. Die kleinformatige Statuette einer antikisierend gestalteten Läuferin im weiten Ausfallschritt und mit erhobenem rechten Arm wurde 1928 vom Kultusminister für die Nationalgalerie angekauft. In Starcks handschriftlichem Werkverzeichnis (NL Starck, vgl. Sabine Hannesen, Der Bildhauer Constantin Starck (1866–1939). Leben und Werk, Frankfurt am Main 1991, Kat. Nr. 154) lautet der Titel „Läuferin“; in anderer Literatur werden auch „Im Ziel“, „Am Ziel“ oder „Durchs Ziel“ genannt. Der Originalgips befindet sich im Besitz der Erben des Künstlers in Berlin. Nicht zuletzt durch die Statuetten der Bildhauerin René Sintenis (vgl. etwa „Der Läufer Nurmi“, B I 463) erfreuten sich in der Weimarer Republik Darstellungen von Sportlern zunehmend großer Beliebtheit. Starck betrieb häufig Studien auf Sportplätzen, die er mehrfach in entsprechende Motive umsetzte und teilweise lebensgroß ausführte: Golfspielerinnen, Tennisspielerinnen und andere, von denen manche auch in kleinformatigen Wiederholungen angeboten wurden. Vom vorliegenden Motiv ist keine großformatige Version bekannt. | Yvette Deseyve und Bernhard Maaz