Duo-Collage
Ident. Nr.: B 1101
ObjID: obj:967094
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1918
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Duo-CollageKlebebild
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1957Kauf: Collection Mr. and Mrs. Burton G. Tremaine, Meriden/Connecticut,
1957Kauf: Privatsammlung New York,
1973Kauf: Galerie m, Bochum,
1978 - Material / Technik
- Papier, Karton und Silberfolie auf Pappe
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 82 x 62 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967094
Objektbeschreibung
Immer wieder schufen Arp und Taeuber, die 1922 heirateten, Gemeinschaftsarbeiten. Beide hatten sich 1915 in Zürich kennengelernt, wo sie wenig später in der Dada-Bewegung aktiv wurden. Während Arp dort als Dichter und Maler reüssierte, trat Taeuber als Tänzerin in Erscheinung. Zeitgleich leitete sie die Textilklasse an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Taeubers künstlerisches Werk bewegt sich gerade zu Beginn ihrer Karriere zwischen Kunstgewerbe und freier Kunst. Es zeichnet sich durch einen klaren, abstrakt-geometrischen Stil aus, der Arp sogleich begeisterte. In enger Zusammenarbeit entstanden zwischen 1916 und 1919 abstrakt-symmetrische Collagen und Textilentwürfe, darunter die „Duo-Collage“. Die relativ große Arbeit, eine von insgesamt vier aus dieser Zeit, setzt sich aus streng geometrisch arrangierten Rechtecken aus Papier und Folie zusammen. Zum Herstellen der Formen bedienten sich die Künstler einer Papierschneidemaschine, um ihre Werke so von allem Persönlichen zu befreien. Rückblickend resümierte Arp: „Einzeln und gemeinsam stickten, woben, malten, klebten wir geometrische, statische Bilder. Unpersönliche strenge Bauten aus Flächen und Farben entstanden […]. Wir versuchten uns demütig der ‚reinen Wirklichkeit‘ zu nähern“ (Hans Arp, Miszellen, in: ders., Unsern täglichen Traum, Zürich 1955, S. 73 f.). Während Arp sich bald darauf endgültig von dieser streng geometrischen Formensprache verabschiedete und zu einem organischen Stil fand, blieb Taeuber dem geometrisch-abstrakten Formenspiel von Rechteck, Kreis, Linie und Fläche zeit ihres Lebens weitgehend treu. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de