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Frauenporträt

Ident. Nr.: A IV 137

ObjID: obj:967234

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Wilhelm Rudolph (1889 - 1982),
Künstler*in
Datierung
um 1949/1950
Weitere Titel
Sammlungstitel: Frauenporträt
Übersetzung: Portrait of a Woman
Provenienz
Staatliche Kommission für Kunstangelgenheiten,
1952
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 119 x 97 cm
Erwerbung
1952 Überweisung der Staatlichen Kommission für Kunstangelegenheiten der DDR

Objektbeschreibung

Rudolph, der bereits in den 1930er-Jahren nach Modellen der Dresdner Hochschule Porträts vor neutralem Hintergrund in seinem Atelier geschaffen hatte, meist solche alter Männer („Alter Mann aus Siebenbürgen“, A IV 273), setzte diesen Zug seines Schaffens nach dem Krieg fort. 1947–1949 war er wiederum Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Wie viele seiner Protagonisten erscheint auch diese junge Frau in sich zurückgezogen zu sein, selbst die Hände vermitteln Passivität. Diese Haltung brachte Rudolph nicht zum ersten Mal ideologische Vorwürfe ein. Damals wie nun wieder wurde die Propagierung eines anderen Menschenbildes gefordert. Hans Grundig, bis vor kurzem Rektor der Hochschule, griff Rudolph öffentlich an, „weil seine persönliche Haltung und was er den Studierenden vermittelt alles grau in grau und geladen von Depression war.“ (Martin Schmidt, Wilhelm Rudolph […], Dresden 2002, S. 134). Dabei wirkt dieses in kühlen Tönen gehaltene Porträt der freundlichen jungen Frau zugleich kostbar. Der Hintergrund ist mit hellen Pinselstrichen in frostigen Farben skizziert, der blaue, füllige Wintermantel unterfängt das schmale Antlitz mit den gesenkten, geschlossen wirkenden Augen und der schlichten Frisur – ein eindrückliches Bild der Nachkriegsjahre. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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