Ich hatt' einen Kameraden
Ident. Nr.: A I 1026
ObjID: obj:967366
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1907
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 225 x 382 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967366
Objektbeschreibung
„Ein Kolossalbild“ nannte Karl Bone, Rezensent der „Deutsch-Nationalen Kunstausstellung“ in Düsseldorf 1908, Saltzmanns Gemälde „Ich hatt’ einen Kameraden“ (Die christliche Kunst, 4. Jg. [1908], H. 8, Beilage, S. 52) – nicht nur wegen des gewaltigen Formates, sondern auch wegen der gesteigerten emotionalen Dramatik. Das Bild, das im Titel die erste Zeile aus Ludwig Uhlands Gedicht „Der gute Kamerad“ (1825) zitiert, zählt zu den wenigen Arbeiten des Malers zum Thema Schiffbruch. Über zwanzig Jahre früher, 1884, hatte sich Saltzmann erstmals diesem Sujet zugewandt: Das von Kaiser Wilhelm II. angekaufte Bild „Gefunden!“ zeigte allerdings deutlich hoffnungsvoller die nahende Rettung eines Ertrinkenden auf hoher See (Verbleib unbekannt; vgl. LVII. Ausstellung, Ausst.-Kat., Königliche Akademie der Künste, Berlin, 1884, S. 49, Nr. 589 mit Abb.). Hier nun wird die monumentale Komposition von der Weite der See bestimmt, von dem trüben, reduziert gegebenen Abendhimmel und den dunklen, hohen, endlos wirkenden Wellen, auf denen das bemannte Rettungsboot so verloren wirkt wie die sprichwörtliche Nussschale. Dass der über Bord gegangene Seemann nicht gefunden werden wird, hat Saltzmann dadurch eindrucksvoll impliziert. Für die Matrosen standen dem Maler sein Sohn Wilhelm und sein Schwager Ernst (beider Lebensdaten unbekannt) Modell. Eine vorbereitende Bleistiftzeichnung befindet sich in Privatbesitz (Carl Saltzmann, Ausst.-Kat. Dr.-Thiede-Stiftung, Potsdam, 2000, S. 172, Abb. 43). | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a