Die Havel bei Potsdam
Ident. Nr.: A II 267
ObjID: obj:967624
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1917
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 60,5 x 75,5 cm
- Erwerbung
- 1918 Ankauf aus der Großen Berliner Kunstausstellung im Kunstpalast Düsseldorf
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967624
Objektbeschreibung
Anfang 1914 übernahm Hübner in der Nachfolge von Albert Hertel das Meisteratelier für Landschaftsmalerei der Akademie der Künste an der Hochschule für die bildenden Künste in Berlin. Aus diesem Grunde erwarb er eine Villa in Neubabelsberg, zwischen Berlin und Potsdam gelegen, sein Haus in Travemünde (vgl. „Landhaus in Travemünde“, A II 255) behielt er. Ein häufiges Motiv der folgenden Jahre waren Blicke über die Havel auf Potsdam. „Mit dem Meer dort oben ist er verheiratet, Potsdam aber ist seine Geliebte“, soll Max Liebermann geäußert haben (Julius Elias, Ulrich Hübner, in: Kunst und Künstler, 16. Jg. [1917/1918], S. 239). Man sieht eine abendliche Freizeitlandschaft in leuchtender, pastellener Farbigkeit: die von Booten befahrene Havel und rechts die Terrasse einer Gaststätte. Im Hintergrund sind die Eisenbahnbrücke und der Potsdamer Brauhausberg zu erkennen. Den leicht hingesetzten Farben liegt eine lineare Struktur zugrunde: „Keine Malerei braucht im Grunde so viel Zeichnung wie diese […]. Alle Maler sind verdorben, die sich durch den Schein der Leichtigkeit verführen ließen, das zu verkennen […]. Und er [Hübner] ist gerade durch diese Einsicht ein vortrefflicher Lehrer geworden, seitdem er die Landschaftsklasse an der Berliner Akademie übernommen hat“ (Fritz Stahl, Ulrich Hübner, in: Velhagen & Klasings Monatshefte, 39. Jg. [1924/1925], II, S. 393). | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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