Berlin Red
Ident. Nr.: NG 16/71
ObjID: obj:967649
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1969/1970
- Material / Technik
- Acryl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 800 x 1200 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967649
Objektbeschreibung
Zum Zeitpunkt seiner Entstehung war „Berlin Red“ das weltweit größte Gemälde auf einer durchgehenden Leinwand. Das raumgreifende Werk malte Francis im Auftrag der Nationalgalerie in West-Berlin für die obere Halle des damals neu eröffneten, von Ludwig Mies van der Rohe gestalteten Museumsbaus. Der in Kalifornien lebende Künstler wollte ein Bild in dieser Größe installieren, damit man es durch die Glasfassade vom Osten der damals noch geteilten Stadt Berlin aus sehen könnte. Es war nicht das erste Mal, dass er ein derart monumentales Gemälde in Deutschland präsentierte. Bereits 1965 hatte er auf der von Arnold Bode kuratierten „documenta 3“ in Kassel mit seinen drei für das Treppenhaus der Kunsthalle Basel konzipierten Wandmalereien Aufsehen erregt. An großen Formaten schätzte Francis, dass er sich beim Malen gewissermaßen direkt im Bild befand: Zum Auftragen der Farbe – ob durch Spritzen, Gießen oder Pinseln – bewegte er sich intuitiv auf der am Boden ausgebreiteten Leinwand. Anders als der Bildtitel erwarten ließe, besteht „Berlin Red“ aus in Preußischblau und Ultramarin, Thallium- und Veridiangrün, Schwarz, Alizarinrot und Kadmiumgelb gemalten Farbinseln. Drin erinnert es an zahlreiche Arbeiten der 1960er-Jahre, etwa die „Blue Balls“-Bilder (1961–1962), oder das als Studie für „Berlin Red“ gefertigte Gemälde „Upper Red“ (1969–1970). Auch hier arrangiert Francis bunte, biomorphe, oft am Rande der Leinwand positionierte Formen um größere weiße leere Flächen – eine Bildidee, die ihm wohl bei einem Flug über eine Inselgruppe gekommen war. | Catherine Nichols
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de