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Kleine Wäscherin (La petite laveuse accroupie)

Ident. Nr.: B 38

ObjID: obj:967653

1949 erworben durch das Land Berlin

Details (Expert)

Beteiligte
Auguste Renoir (1841 - 1919),
Bildhauer*in
Ausführung: Richard Guino (1890 - 1973),
Bildhauer*in
Datierung
1916 (Guss nach 1919)
Provenienz
Kauf: Gerda und Juro Kubicek, Berlin,
270863
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin,
1949–1968
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 33 x 29 x 19,5 cm
Erwerbung
1949 Ankauf von Gerda und Juro Kubicek, Berlin, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

Aus dem Besitz des Malers und Grafikers Juro Kubicek und seiner Frau Gerda stammt Renoirs „Kleine Wäscherin“, die Adolf Jannasch bereits 1949 für die West-Berliner „Galerie des 20. Jahrhunderts“ erwarb. Sie entstand ohne unmittelbaren Zusammenhang mit Renoirs Gemälden, variiert jedoch ein oft in dessen Œuvre verhandeltes Sujet. Dem Künstler gelang es, auch in der Statuette einen scheinbar flüchtigen Augenblick einzufangen. Illustriert ist genau jener Moment des Innehaltens und aufmerksamen Aufschauens, in dem die kniende junge Frau sich – wie im Aufstehen begriffen – auf ihr aufgestelltes linkes Knie stützt und die Reinigung ihrer Wäsche, die sie noch im ausgestreckten Arm hält, unterbricht. Die Figur ist inhaltlich und kompositionell als Pendant zu Renoirs Statuette „Kleiner Schmied“ (nach 1916) angelegt. Komplementär ergänzen sich die Darstellungen der männlichen und weiblichen Tätigkeit wie auch die ihnen zugrundeliegenden Elemente von Feuer und Wasser. Renoir war zur Entstehungszeit der Plastiken bereits schwer krank und konnte auch die kleinplastischen Skizzen nur noch mithilfe seines Assistenten Guino ausführen. Ihre Umsetzung in Bronze fand nach Angaben Julius Meier-Graefes erst posthum statt (Julius Meier-Graefe, Renoir, Leipzig 1929). Den etwa 25 ersten Gussexemplaren folgte 1953 eine Auflage von etwa zehn Güssen, ausgeführt wurden die Bronzen durch die Gießereien Alexis Rudier, Claude Valsuani und Susse. Aufgrund fehlender Gießermarken und Auflagenkennzeichnung ist eine nähere Identifikation einzelner Güsse kaum möglich. Es existiert eine Variante der „Kleinen Wäscherin“ mit einer leicht veränderten Handhaltung unterhalb des Knies. | Yvette Deseyve

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

E-Mail:

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Lautespielendes Mädchen

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Rebekka und Elieser am Brunnen

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