Ponyhengst
Ident. Nr.: B III 172
ObjID: obj:967853
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1958
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: PonyhengstÜbersetzung: Pony Stallion
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1975Kauf: Ministerium für Kultur,
1975–1977 - Material / Technik
- Marmor
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 102 x 98 x 50 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967853
Objektbeschreibung
Der „Ponyhengst“, 1958 aus Untersberger Marmor geschlagen, zählt zu Drakes bekanntesten Tierplastiken. Das Material, ein wie Marmor verarbeiteter und polierter Kalkstein aus Fürstenbrunn bei Salzburg, eignet sich nicht für kleinteilige Bearbeitung oder starke Bewegungsdarstellung. Daher konzipierte Drake den unterlebensgroßen Ponyhengst mit kompakten Körperformen in monumental wirkender Geschlossenheit. Vermutlich meißelte er das Motiv nach dem Vorbild seines „Großen Ponys“ aus Gips von 1934/1935, das bei einem Transportunfall zerstört wurde. Mit seinem üppigen, bis zum Boden wallenden Schweif und der langen Mähne ist das Tier in ruhiger Haltung dargestellt. Zugleich erscheint es voller Vitalität und Spannkraft durch die variationsreiche Stellung seiner stämmigen Beine sowie den Kontrast des schweren Leibes zum rührenden Ausdruck des nach rechts zurückgewandten Kopfes. Diese Plastik wurde mit Renée Sintenis’ Art der lebendigen Pferdedarstellung in Verbindung gebracht – beide sprechen den Tastsinn an und geben das Charakteristische dieser Tierart lebendig wieder. 1961 entstanden fünf Bronzegüsse, die in fünf Städte verteilt wurden: Ein Abguss befindet sich auf dem Schulhof der Grundschule am Ginkgobaum in Berlin-Johannisthal. Ein weiterer wurde im Magdeburger Zoo aufgestellt, ein Pony wurde Bestandteil der Internationalen Gartenbauausstellung Erfurt, und die Stadträte von Potsdam und Rostock-Warnemünde erhielten jeweils ein Exemplar. | Uta Caspary
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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