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Großer springender Bock

Ident. Nr.: B I 683

ObjID: obj:967884

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1928
Weitere Titel
Sammlungstitel: Großer springender Bock
Übersetzung: Large Jumping Buck
Provenienz
Aufgefunden im Schrottlager der tschechoslowakischen Militärmission am Berliner Osthafen,
1948
Magistrat von Groß-Berlin, Amt Museen und Sammlungen, Referat Rückführungen,
1948–11.5.1949
Leihe: Nationalgalerie, Berlin,
5.11.1949–1951
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 81,5 x 82 x 25 cm (inkl. Plinthe)
Erwerbung
1948 aufgefunden im Schrottlager der tschechoslowakischen Militärmission. 1951 Schenkung des Magistrats von Groß-Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (Ost)

Objektbeschreibung

1928 entstand die Plastik „Großer springender Bock“, ein Tier mit langem zottigen Fell, das in Strähnen um den Leib hängt. Es steht auf den Hinterbeinen, die Vorderhufe zum Angriff bereit in der Luft. Rauflustig scheint es jedem, der sich ihm nähert, die Stirn zu bieten. Die Figur ist die Vergrößerung des „Springenden Bocks“ aus dem Jahr zuvor, der sich ebenfalls im Bestand der Nationalgalerie befindet (NG 22/81). Konzipiert war die große Version als Gartenplastik, ebenso wie die Vergrößerung des 1927 gefertigten „Esels von Seelow“, der im Auftrag des Bankiers Hugo von Simon entstand (WVZ Berger/Ladwig 2013, 89). Vermutlich war auch der „Große springende Bock“ ein Auftragswerk, allerdings kann derzeit noch nicht nachgewiesen werden, wer die Arbeit veranlasste. Die Skulptur gelangte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs über das Amt für Rückführungen von Kunstgütern in den Bestand der Nationalgalerie (Ost). Zuvor war sie in den Trümmern Berlins als herrenloses Kulturgut geborgen worden. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

Badende

Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger