Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1940
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: ReiherÜbersetzung: Herons
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 115 x 120 cm
- Erwerbung
- 1952 Überweisung von der Staatlichen Kommission für Kunstangelegenheiten der DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967981
Objektbeschreibung
Auf einem bemerkenswert großen Bild ist hier eine Gruppe von Reihern dargestellt: Eine vordere, prägnante Reihe, eine zweite im Hintergrund und dazwischen ein Querläufer. Jedes Tier nimmt eine andere Haltung ein. Hegenbarth griff nicht das beliebte Motiv der schönlinigen Vögel auf, bevorzugt in zartem Rosa, wie es seit dem Jugendstil bekannt ist, sondern er schuf sieben Charakterstudien dieser Tiere in gräulichem Weiß auf einem dunkeltonigen blaugrauen Grund. Der Kunsthistoriker Fritz Löffler, der Hegenbarth als dessen Biograf über Jahre begleitete, schrieb über die Malweise: „Für die Gemälde verwandte Hegenbarth eine Mischtechnik aus Öl und Eitempera als Malmittel, bei seinem Vortrag legte er keinen Wert auf eine elegante Fläche, und die Farben wurden je nach Notwendigkeit dünner oder pastoser verwendet. Alle Gemälde verzichten auf den obligaten Schlußfirnis. So bleibt ihnen wie auch den Leimfarbenblättern eine stumpfe Oberfläche eigen, in der die Farben ihre natürliche Leuchtkraft ohne falsche Brillanz bewahren“ (Fritz Löffler, Josef Hegenbarth, Dresden 1980, S. 37). Eine Nähe der Darstellung zu ostasiatischer Kunst wird in Motiv und Malweise deutlich. Hegenbarth besaß den 1922 erschienenen Band „Die ostasiatische Tuschmalerei“ von Ernst Grosse, er hat sich lange Zeit davon anregen lassen. 1946 war dieses Tierbild neben weiteren Werken Hegenbarths mit Erfolg in der „Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung“ in Dresden zu sehen. Für den Künstler begann damit, nach schwierigen Jahren, eine lange Phase der Anerkennung und Popularität in beiden Teilen Deutschlands. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de