Clytemnestra
Ident. Nr.: NG 11/73
ObjID: obj:968117
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1968
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: ClytemnestraKlytemnästra
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Plexiglas
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 494 x 400 x 327 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/968117
Objektbeschreibung
Die griechische Künstlerin Chryssa, die seit dem Kunststudium in Paris und New York lebte, zeigte „Clytemnestra“ 1968 auf der 4. „Documenta“ in Kassel. Danach kam die Skulptur als Dauerleihgabe an die Neue Nationalgalerie, die sie später ankaufte. Das Leuchtröhrenobjekt bestand aus sechs identisch geformten Plexiglassegmenten auf einem dunklen Sockel. Das Ganze erinnert an die Umrisse einer S-Form. Sowohl die Buchstaben als auch das Neonlicht sind charakteristisch für Chryssa, die zu den verhältnismäßig wenigen Frauen der Pop-Art zählt. Die Inspiration für diese Arbeit erhielt sie durch eine Theateraufführung mit der Schauspielerin Irene Pappas in der Rolle der Klytämnestra. Die Geschichte dieser komplexen Frauenfigur wird in verschiedenen altgriechischen Dramen erzählt: Sie ist die Schwester der Helena von Troja, (geraubte) Ehefrau des Königs Agamemnon, Mutter, Liebhaberin, Mörderin. Zu Beginn des Trojanischen Krieges opfert Agamemnon ihre Tochter Iphigenie für einen günstigen Kriegsausgang, woraufhin Klytämnestra ihn nach seiner Rückkehr aus Rache ermordet. Auf der Bühne verdrehte sich Pappas in eine S-Form und gab Schreie von sich, als ihre Figur vom geplanten Opfer Iphigenies erfuhr. Von 1969 bis in die 1980er-Jahre wurde „Clytemnestra“ in der oberen Halle der Neuen Nationalgalerie gezeigt. Anzeichen von Materialermüdung traten schon 1969 auf. Weil das Plexiglas später irreparable Schäden aufwies, ließ man 1990 einen Bauplan erstellen, anhand dessen die Wiederherstellung der Arbeit möglich ist. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 06.01.2026
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