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Moses in der Wüste

Ident. Nr.: A IV 138

ObjID: obj:968150

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Karl Caspar (1879 - 1956),
Künstler*in
Datierung
1915
Weitere Titel
Sammlungstitel: Moses in der Wüste
Übersetzung: Moses in the Desert
Provenienz
Annie Caspari, München,
25.3.1932
Übereignung: Bankhaus Hardy & Co., München,
368056
Übereignung: Dresdner Bank, Filiale München,
15.8.1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
15.8.1935
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 60 x 74 cm
Erwerbung
1935 vom Preußischen Staat aus den Kunstbeständen der Dresdner Bank angekauft und an die Staatlichen Museen zu Berlin überwiesen, Vorbesitz Annie Caspari, München

Objektbeschreibung

Caspar studierte von 1896 bis 1905 bei Jakob Grünenwald, Ludwig Herterich und Robert Haug in Stuttgart und München. 1906 gewann er den Rom-Preis der Stuttgarter Akademie, 1909 siedelte er nach München um. Ebenso wie seine Frau, die Malerin Maria Caspar-Filser, gehörte er 1913 zu den Gründern der Münchner Neuen Secession; im selben Jahr erhielt er den Villa-Romana-Preis. 1922 wurde Caspar Professor an der Akademie der bildenden Künste in München. 1937 waren vier seiner Bilder in der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen, es folgte die Entlassung aus seinem Amt. Caspar malte expressionistisch, wobei Themen aus dem Alten und Neuen Testament seinen Schwerpunkt bildeten, zum Beispiel zu Jakob und Rahel, Judith und Holofernes, zur Auferstehung oder Weihnacht. „Moses in der Wüste“ steht im Kontext des Kampfes zwischen Israeliten und Amalekitern (2. Mose 17, 8–13). Während sich Mose mit Aaron und Hur auf einem Hügel befindet, hebt er den „Stab Gottes“: „Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek“ (Vers 11). Da Mose müde wurde und seine Arme zu sinken drohten, stützten Aaron und Hur sie, bis die Sonne unterging, und so gewann Israel. Die jungen, muskulösen Gestalten der beiden helfenden Männer stehen im Kontrast zu Moses weißem Kopfhaar und Bart; aller drei Gesichtszüge sind nur grob ausgearbeitet. Links im Hintergrund werden die Kämpfer angedeutet, am Horizont ragen Berge empor. Die schwarze Umrandung der Körperformen und eine abgeflachte Perspektive lenken die Aufmerksamkeit ganz auf die massiv erscheinenden Farbflächen der zentralen Szene. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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