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Porträt Ferruccio Busoni

Ident. Nr.: B 72/10

ObjID: obj:968196

1955 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Kolbe (1877 - 1947),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1925
Weitere Titel
Sammlungstitel: Porträt Ferruccio Busoni
Übersetzung: Portrait of Ferruccio Busoni
Geografische Bezüge
Provenienz
Herbert Kiper, Berlin,
1955
Auktion: Auktionshaus Leo Spik, Berlin,
391554
Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1955–1968
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 41,5 x 23 x 26,5 cm (inkl. Holzsockel)
Erwerbung
1955 Ankauf aus dem Auktionshaus Leo Spik, Berlin, durch das Land Berlin mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

Der aus Italien stammende Komponist und Klaviervirtuose Ferruccio Busoni (1866–1924) hatte zuletzt eine Meisterklasse für Komposition an der Berliner Akademie der Künste unterrichtet. Das Bildnis entstand ein Jahr nach seinem Tod im Auftrag der Witwe, Gerda Busoni. Ihr Dankesbrief vom 18. Dezember 1925 ist im Archiv des Georg Kolbe Museums, Berlin (GK.79), erhalten. Ebenfalls im Jahr 1925 wurde das Busoni-Grabmal von Kolbe für den Friedhof in Berlin-Friedenau geschaffen, das von einer Genius-Figur bekrönt ist. Diese Statuette befand sich ab 1957 für einige Jahre in der West-Berliner „Galerie des 20. Jahrhunderts“ (Adolf Jannasch, Die Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin [West] 1963, 4. Aufl., Nr. 277). Die Bronzebüste des Komponisten wurde 1955 im Berliner Kunsthandel erworben (Auktion 405, Aukt.-Kat. Leo Spik, Berlin [West], 1955, S. 32, Nr. 380, Taf. 9). Sie stammt aus dem Nachlass Busonis. Der ursprüngliche Steinsockel, der durch historische Fotos dokumentiert ist (Archiv Georg Kolbe Museum, Berlin, GKFo-0278_01), war offensichtlich verloren gegangen. Stattdessen ist das Bronzebildnis auf unauthentische Weise in einen geschnitzten Holzsockel eingefügt worden. Unzutreffend ist, dass sich ein Zweitguss des Porträts in der Hochschule für bildende Künste (heute Universität der Künste) befand (http://www.galerie20.smb.museum/werke/968196.html [9.12.2020]). Die Büste in der Nationalgalerie ist ein Unikat. | Ursel Berger

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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