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Drei vertikale Motive

Ident. Nr.: NG 24/68 a-c

ObjID: obj:968355

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Bernhard Heiliger (1915 - 1995),
Künstler*in
Datierung
1966/1967
Weitere Titel
Sammlungstitel: Drei vertikale Motive
Vertikales Motiv I-III
Übersetzung: Three Vertical Motifs
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: a: 290 x 105 x 94 cm
Höhe x Breite x Tiefe: b: 260 x 110 x 147 cm
Höhe x Breite x Tiefe: c: 212 x 80 x 60 cm
Erwerbung
1968 Ankauf vom Künstler, Berlin (West), für den Skulpturengarten

Objektbeschreibung

Die „Vertikalen Motive I–III“ entstanden für den Skulpturengarten der 1968 eröffneten Neuen Nationalgalerie. Im Zuge der Sanierung 2021 wurden sämtliche Skulpturen entfernt und gereinigt und befinden sich nun wieder an ihrem ursprünglichen Aufstellungsort. Die Inspiration zu dieser triadischen Anordnung von Vertikalen erhielt Heiliger vermutlich durch Henry Moores „Three Upright Moves“ (1955–1965) im Skulpturenpark des Kröller-Müller Museums im niederländischen Otterlo. Charakteristisch für das Werk sind die polierten, goldglänzenden Flächen, die im Kontrast zu der im Übrigen dunkel patinierten Bronze stehen. Die Plastiken befinden sich, zusammen mit dem Werk „Skypiece“ von David Black (1971/1972; NG 1/72), in einem Wasserbecken, wodurch die Reflexion noch verstärkt wird. Diese Form- und Farb- bzw. Materialkombination wiederholte Heiliger in Abwandlungen bei weiteren Arbeiten an bedeutenden deutschen Kulturorten im öffentlichen Raum oder auch als Fassadenschmuck. Darunter der „Relieffries“ (1964/1965) für das Haus der Bremischen Bürgerschaft von Wassili Luckhardt sowie der „Große Phönix III“ (1966/1992) für den Zollernhof in Berlin, heute Sitz des ZDF-Hauptstadtstudios. | Anja Pawel

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz