Bildnis der Tänzerin Marianne Vogelsang
Ident. Nr.: A II 1046
ObjID: obj:968388
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1931
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis der Tänzerin Marianne VogelsangÜbersetzung: Portrait of the Dancer Marianne Vogelsang
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers (in Hemmenhofen),
1949Kauf: Magistrat von Groß-Berlin,
1949–1951 - Material / Technik
- Öl und Tempera auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 60 x 44 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/968388
Objektbeschreibung
1926 wurde Dix zum Professor an die Kunstakademie in Dresden berufen und zog – nach kurzer Zwischenstation in Berlin – mit seiner Familie wieder an die Elbe. Schon seit seiner Zeit an der Kunstgewerbeschule war er fasziniert von der Maltechnik der alten Meister. Doch erst Mitte der 1920er-Jahre gelang es ihm, seine Bilder in dünnen Schichten in Tempera aufzubauen. Hierfür benötigte der Künstler einen glatten Bildträger, weshalb er nun auf zuvor mit Kreide geweißte Holztafeln malte. Dieses komplizierte Verfahren sorgte für die Feinheit und das durchsichtige Leuchten seiner Gemälde. Auch inhaltlich wandte sich der Künstler der Spätgotik und Renaissance zu und bezog sich nun auf Albrecht Dürer, Lucas Cranach den Älteren und Hans Baldung Grien. Eine renaissancehafte Anmutung hat auch das Porträt von Marianne Vogelsang (1912–1973), die Dix 1931 auf einem Fest in der Tanzschule von Gret Palucca in Dresden kennengelernt hatte. Die geborene Dresdnerin war Schülerin der bekannten Ausdruckstänzerin, bei der sie 1933 ihre Ausbildung abschloss. In Dreiviertelansicht vor einem in sich strukturierten gelblichen Hintergrund wiedergegeben hat die Porträtierte den Blick so gesenkt, dass ihre Augen fast geschlossen wirken. Ihr schwarzes Oberteil ist schlicht, sorgt aber dafür, dass das Rot von Kette und Kappe hervorsticht. Das Hauptaugenmerk scheint jedoch auf den filigranen Fingern ihrer rechten Hand zu liegen. Zwei Jahre später malte Dix eine weitere Palucca-Schülerin im „Bildnis der Tänzerin Tamara Danischewski mit Iris“ (Kunstmuseum Stuttgart). Ein Gemälde von Palucca selbst blieb nach einem Streit zwischen Maler und Modell unvollendet. | Sven Beckstette
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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