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Ritualgefäß für Speiseopfer mit Sockel, Typ gui (Zhaowang gui)

Ident. Nr.: 1970-1

ObjID: obj:975164

Details (Expert)

Datierung
Zhou-Dynastie (Östliche)
Chunqiu-Periode
um 500 v. u. Z.
Geografische Bezüge
Material / Technik
Bronze, grün patiniert
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 12,6 x 21,3 x 21 cm (Sockel)
Höhe: 24,3 cm (ohne Griffe)
Durchmesser: 30,9 cm
Gewicht: 5,33 kg
Gewicht: max. 10 kg
Erwerbung
Kauf am 27.10.1969

Objektbeschreibung

Über einem Sockel mit quadratischem Grundriss erhebt sich ein tiefes Becken mit kurzem, ausgestelltem Fuß. Kräftige, mit plastischen Tierköpfen besetzte Ösenhenkel setzen seitlich an der Gefäßwand an. Die vordere und rückwärtige Beckenwandung wird durch flache, vertikal angesetzte und kräftig geschwungene Stege in stilisierten Tierformen gegliedert. Die Gefäßwandung wird oberhalb des unteren Henkelansatzes von vier Reihen rapportierender Dekormotive über einem feinschraffierten Grund geschmückt. Das Zentrum jeder Dekoreinheit bildet ein stilisierter Tierkopf. Die Sockelwände zieren verschlungene Bandornamente mit eingestreuten Augenmotiven. In der zweispaltigen, sieben Schriftzeichen umfassenden Inschrift auf der Innenwandung des Beckens wird dieses gui als Opfergefäß eines Verwandten des Königs Zhao bezeichnet. König Zhao von Chu hatte seine Hauptstadt in Ying beim heutigen Jingzhou am mittleren Yangzi, Provinz Hubei, und regierte von 515 bis 489 v. Chr. Ein Gegenstück mit gleichlautender Inschrift befindet sich im Shanghai Museum. SM8HF

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Niedriger Tisch (oder Fußbank)

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Der niedrige Tisch mit floralem Dekor zählt zu den Meisterwerken chinesischer Schnitzlackarbeiten der frühen Ming-Zeit und stammt ohne Zweifel aus den kaiserlichen Werkstätten, wie zwei eng verwandte Stücke in der Sammlung des Pekinger Palastmuseums bezeugen. An der Wende zur Ming-Dynastie waren die beiden für ihre roten Schnitzlacke berühmtesten Lackmeister tätig, Zhang Cheng und Yang Mao. Sie legten die Grundlagen für eine grandiose Blüte dieser Kunst, die in der Ära Yongle (1403–1424) und Xuande (1426–1435) ihren Höhepunkt erreichte. Die Schnitzlackarbeit dieses niedrigen Tisches besticht durch den weich modellierten Schnitt der dicken Lackschicht und die kompositorische Eleganz des Dekors. Die Oberseite zeigt halb oder vollständig geöffnete Päonienblüten und Knospen unterschiedlicher Größe. Die Beine und Querverstrebungen sind außer mit Päonien auch mit Pflaumenblüten, Lotos und Chrysanthemen geschmückt. Fritz Löw-Beer (1906–1976), aus dessen Sammlung das Werk stammt, begann bereits in den 1920er Jahren, chinesische Lackarbeiten zu sammeln und konnte im Verlauf weniger Jahre eine umfangreiche Sammlung aufbauen. Er konnte sie nach einer Ausstellung in Amsterdam im Jahre 1938 bei seiner Emigration nach den Vereinigten Staaten mitführen und so in Sicherheit bringen. Während und nach dem Kriege vermehrte und verbesserte Löw-Beer die Sammlung. Der Großteil der Sammlung befindet sich heute im Stuttgarter Linden-Museum, das diese Bestände (186 Lackarbeiten) 1978 erwarb. Einzelne bedeutende Lackkunstwerke gingen zuvor bereits an das Museum of Fine Arts in Boston, das Victoria and Albert Museum und das British Museum in London. Im Jahr 1972 gelang der Erwerb des berühmten kaiserlichen Thronensembles und 1978 aus dem Nachlass der Erwerb des niedrigen Tisches für die Berliner Sammlung.