Logo

Kanne mit gemodeltem Dekor

Ident. Nr.: 1988-41

ObjID: obj:975450

Details (Expert)

Datierung
Tang-Dynastie
9. Jh.
Geografische Bezüge
Material / Technik
Ton, glasiert, Tongguan-Ware
Abmessungen
Höhe: 18,7 cm

Objektbeschreibung

Die Kanne mit dreisträngigem Henkel und kurzem achteckigem Ausguss erhebt sich über einer flach abschließenden Standfläche mit ausgestellter Kante. Zwei - ebenfalls dreisträngige - Ösenhenkel sind der Gefäßschulter aufgesetzt. Drei aus dem Model geformte Appliken mit der Darstellung fremdländischer Musikanten schmücken die Wandung unterhalb der beiden Ösenhenkel und der Ausgusstülle. Über die Appliken sind die für diese Ware typischen dunkelbraunen Glasurflecken gesetzt. Die Kanne stammt aus den Öfen von Tongguan bei Changsha, Provinz Hunan, wo eine florierende Produktion solcher Steinzeuge mit gelblicher Ascheglasur und gemodelten Reliefmotiven bestand, die auch nach Südost- und Westasien exportiert wurden. Beliebt waren auch die ebenfalls zur Produktionspalette der Tongguan-Öfen zählenden Krüge mit Unterglasurmalerei.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Diese 10 m lange Bildfolge erzählt in 86 fortlaufenden Szenen das Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, dessen Leben durch seine Großherzigkeit, vor allem grenzenlose Freigebigkeit, bestimmt wurde. Der begleitende Verstext ist in der nepalesischen Sprache Newari geschrieben. Obwohl die bemalte Bildrolle erst im 19. Jh. geschaffen wurde, setzt sie eine sehr alte und weit verbreitete buddhistische Tradition fort.Das Vessantara JatakaDas Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, ist im Theravada Buddhismus eine der bekanntesten Geschichten über frühere Leben buddhistischer Persönlichkeiten, in diesem Fall von Buddha Shakyamuni. Die Geschichte handelt vom Leben und von den Taten eines barmherzigen Prinzen und wird in vielen Ländern Südostasiens wie Thailand, Laos, Myanmar, Sri Lanka und Kambodscha jährlich bei Festen aufgeführt und gefeiert. Die Geschichte des Prinzen VishvantaraVishvantara wird in die Waldeinsamkeit geschickt, wohin ihn seine Familie begleitet. Nachdem er bereits einen Elefanten, ein Pferd und einen Wagen weggegeben hat, fordert ein alter Brahmane den Prinzen auf, auch seine Frau und Kinder wegzugeben. Der Prinz überläßt sie ihm. Schließlich hat er alle Prüfungen bestanden und wird im Tushita-Himmel wiedergeboren. Denn Vishvantara wird als letzte irdische Existenz des künftigen Buddha betrachtet. Die Geschichte vom Prinzen, der alles hergibt was er besitzt, zeigt die Tugend vollendeter Grosszügigkeit. SM8HF