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Der Amida-Wasserfall in den Bergen von Kiso

Ident. Nr.: 6205-E1037

ObjID: obj:978423

Details (Expert)

Beteiligte
Katsushika Hokusai 葛飾北斎 (1760 - 1849),
Maler*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
um 1833
Geografische Bezüge
Abmessungen
Bildmaß: Ôban 36,8 x 25,4 cm

Objektbeschreibung

In klaren leuchtenden Farben zeigt dieses Blatt im Hochformat den Amida-Wasserfall, der seinen Namen der Felsenöffnung verdankt, durch die der Bergsee in die Tiefe stürzt. Ihre fast kreisrunde Form erinnert an das Haupt des Buddha Amida. Steile Felsvorsprünge, dicht bewachsen, rahmen das spektakuläre Panorama. Auf einem Felsenpalteau haben sich zwei Reisende zu einem Picknick niedergelassen, ihr Diener bereitet den Tee. Der Bildtitel in der linken Kartusche lautet: "Der Amida-Wasserfall im Innern der Kiso(kaidô)-Paßstraße". Das Blatt gehört zu einer achtteiligen Serie, die Hokusai schuf, noch während er die berühmte Folge der "Sechsunddreißig Ansichten des Fuji" zeichnete. Hokusai war einer der vielseitigsten japanischen Künstler überhaupt. Der Maler und Zeichner hinterließ über 30.000 Zeichnungen und Holzschnitte, aus denen sein geniales Zeichentalent und seine unabhängige Auffassung von Landschaftsdarstellung herausragen. Berühmt sind seine "Skizzen-Bücher" (manga), die er seit 1819 herausgab. Zeitlebens beschäftigte er sich mit unterschiedlichsten stilistischen Traditionen und technischen Fragestellungen. Ihre sichere Handhabung führten den "malbesessenen Alten", wie er seit 1833 seine Holzschnitte auch signierte, zu einem charakteristischen, prägnanten Stil, der immer das Wesentliche einer Form, eines Ausdrucks oder einer Stimmung zu erfassen vermochte.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Der Thronsitz und der zugehörige dreiteilige Paravent stellen unter den erhaltenen Arbeiten mit Perlmuttereinlagen aus den kaiserlichen Werkstätten das Hauptwerk der beginnenden Ära Kangxi (1662–1722) dar. Die reichen szenischen Darstellungen auf den goldgrundigen Bildfeldern der Schauseiten gelangen durch die virtuose Anwendung von zahllosen rosa, violett und grün changierenden Perlmutterteilchen (frz. laque burgautée) zu einem Farbspiel von grandioser Wirkung. Sie wird gesteigert durch die in großer Mannigfaltigkeit gestalteten Bordüren des Rahmenwerkes, die eine staunenswerte technische Meisterschaft und Größe des künstlerischen Entwurfs offenbaren. Die verschwenderische Fülle des Dekors dieses Ensembles bringt Wünsche für langes Leben und Glück verheißende Botschaften aller Art zum Ausdruck Das Hauptthema der Bildfelder auf den Innenseiten von Arm- und Rückenlehnen des Thronsitzes sowie der drei großen Bildfelder der Schauseite des Paravents ist das daoistische »Westliche Paradies«, das von Xiwangmu, der Königinmutter des Westens, beherrscht wird. Ausschnitthaft geben die Darstellungen auf dem Thronsitz die Gebirgs- und Seenlandschaft mit Terrassen, Pavillons und Palästen wieder, die auf dem Paravent in voller majestätischer Große erscheint. Gezeigt wird die Ankunft der Königinmutter des Westens, Xiwangmu, die auf einem Phönix reitend in die Paradieslandschaft herabkommt, wo die Unsterblichen ihrer harren. In den Darstellungen auf dem Thronsitz und dem Paravent erwarten sie die »Acht daoistischen Unsterblichen« an prominenter Stelle. Auf der Mitteltafel des Paravents sind sie auf der großen zentralen Terrasse vereint, zahlreiche weitere Unsterbliche beleben zu Wasser und zu Lande die paradiesische Landschaft. Auf den beiden Innenseiten der Thron-Armlehnen schreiten jeweils vier der »Acht daoistischen Unsterblichen« auf die zentrale Terrasse zu, wo die Göttin erwartet wird. Thronsitz und Paravent wurden 1924 durch einen französischen Kaufmann von chinesischen Vorbesitzern in Tianjin, Provinz Shandong, erworben. Wie aus einem damals beigegebenen chinesischen Dokument hervorgeht, stammt das Ensemble aus dem kaiserlichen Reisepalast von Panshan im Bezirk Jizhou, Provinz Zhili (heutige Provinz Hebei), den die Mandschu-Kaiser auf ihren Reisen in ihre Sommerfrische in Chengde, etwa 250 Kilometer nordöstlich von Beijing, benutzten. Unter den Kaisern Kangxi (reg. 1662–1722), Yongzheng (reg. 1723–1735) und Qianlong (reg. 1736–1795) erlebte China eine mehr als hundertjährige Blütezeit und erreichte die größte territoriale Ausdehnung in seiner Geschichte. Die Einzigartigkeit und Erhabenheit der Kaiser fand auch in der Bildkunst ihren Niederschlag. In vielfältigen Rollen kaiserlicher Repräsentation begegnen uns auf zahlreichen Bildern die Kaiser thronend in prächtiger Staatsrobe, bei kaiserlichem Zeremoniell, als Literaten und Connaisseure, als Jäger und auch als religiöse Heilsgestalt. Das Thema auf dem Thronsitz und Paravent lässt die herrscherliche Autorität der sich auf das Mandat des Himmels gründenden Regierung des Kaisers in besonderem Lichte erscheinen und unterlegt den Wunsch, dass sie ewig währen möge. Nahm der Kaiser auf dem Thronsitz Platz, saß er im Zentrum des Paradieses der Unsterblichen und wurde sozusagen ein Teil desselben. [SM8HF]