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Viereckige Platte

Ident. Nr.: 1990-14

ObjID: obj:978459

Details (Expert)

Beteiligte
Shimaoka Tatsuzō 島岡達三 (1919 - 2007),
Künstler*in
Datierung
Heisei-Zeit
1989
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 5,9 x 27,2 x 27,5 cm

Objektbeschreibung

In der Schale aus Irdenware finden sich die für Shimaoka Tatsuzô charakteristischen Dekortypen. Schwungvolle Gräser aus in den Ton eingelegter Engobe (zôgan-Technik) beleben die geometrisch angeordneten Vignetten in der durch klare Linien bestimmten Form. Die in Eisenoxyd gekonnt hingeworfenen floralen Dekore in Unterglasurmalerei setzen Akzente. Die Struktur des hellblauen Hintergrunds im Spiegel und auf der Fahne der Schale erreicht Shimaoka durch eine Kombination aus jômon-Technik, bei der eine Kordel in den noch lederharten Ton abgerollt wird, und der koreanischen mishima-Technik, bei der Engobe in ausgesparte Vertiefungen eingefüllt wird. Die ausgewogenen Dekorelemente werden von einer halbtransparenten Glasur überfangen. Shimaoka Tatsuzôs Werk ist geprägt durch die Mingei-kyôkai (Volkskunst-Bewerbung), die ihn zum Studium japanischer Keramik der Jômon-Zeit (bis ca. 250 v.Chr.) und volkstümlicher koreanischer Keramik der Chôson-Periode (1392-1910) anregte. Er lernte bei Hamada Shôji (1894-1978) in Mashiko und lässt wie dieser, den Idealen der von Yanagi Sôetsu (1889-1961) Ende der 20er Jahre gegründeten Mingei-Bewegung entsprechend, traditionelle Techniken in seinen Werken fortleben. Insbesondere die shintoistische Ehrfurcht vor der Natur und damit einhergehend die Vorliebe für natürliche Materialien und einfache Gebrauchsformen bestimmen auch das Werk von Shimaoka. Während für die frühe Mingei-Bewegung der von allen Werkstattbeteiligten gemeinschaftlich gestaltete Herstellungsprozess im Vordergrund stand und somit Arbeiten folgerichtig nicht signiert wurden, ist Shimaoka wie sein Lehrer Hamada als individueller Studio-Keramiker bekannt, der in Japan als der führende Meister von Keramik im Mingei-Stil hochgeschätzt wird. SM8HF

Letzte Aktualisierung: 17.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Niedriger Tisch (oder Fußbank)

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Der niedrige Tisch mit floralem Dekor zählt zu den Meisterwerken chinesischer Schnitzlackarbeiten der frühen Ming-Zeit und stammt ohne Zweifel aus den kaiserlichen Werkstätten, wie zwei eng verwandte Stücke in der Sammlung des Pekinger Palastmuseums bezeugen. An der Wende zur Ming-Dynastie waren die beiden für ihre roten Schnitzlacke berühmtesten Lackmeister tätig, Zhang Cheng und Yang Mao. Sie legten die Grundlagen für eine grandiose Blüte dieser Kunst, die in der Ära Yongle (1403–1424) und Xuande (1426–1435) ihren Höhepunkt erreichte. Die Schnitzlackarbeit dieses niedrigen Tisches besticht durch den weich modellierten Schnitt der dicken Lackschicht und die kompositorische Eleganz des Dekors. Die Oberseite zeigt halb oder vollständig geöffnete Päonienblüten und Knospen unterschiedlicher Größe. Die Beine und Querverstrebungen sind außer mit Päonien auch mit Pflaumenblüten, Lotos und Chrysanthemen geschmückt. Fritz Löw-Beer (1906–1976), aus dessen Sammlung das Werk stammt, begann bereits in den 1920er Jahren, chinesische Lackarbeiten zu sammeln und konnte im Verlauf weniger Jahre eine umfangreiche Sammlung aufbauen. Er konnte sie nach einer Ausstellung in Amsterdam im Jahre 1938 bei seiner Emigration nach den Vereinigten Staaten mitführen und so in Sicherheit bringen. Während und nach dem Kriege vermehrte und verbesserte Löw-Beer die Sammlung. Der Großteil der Sammlung befindet sich heute im Stuttgarter Linden-Museum, das diese Bestände (186 Lackarbeiten) 1978 erwarb. Einzelne bedeutende Lackkunstwerke gingen zuvor bereits an das Museum of Fine Arts in Boston, das Victoria and Albert Museum und das British Museum in London. Im Jahr 1972 gelang der Erwerb des berühmten kaiserlichen Thronensembles und 1978 aus dem Nachlass der Erwerb des niedrigen Tisches für die Berliner Sammlung.

Bodhisattva Ksitigarbha (Jizō Bosatsu)

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