Originales Perspektivbild des großen Tors und der Nakano-chō Straße in Shin-Yoshiwara
Ident. Nr.: 6002-28.51
ObjID: obj:982265
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Datierung: 1745
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Originales Perspektivbild des großen Tors und der Nakano-chō Straße in Shin-YoshiwaraÜbersetzung: Original Perspective Picture of the Great Gate and Naka-no-chô in the Shin YoshiwaraOriginaltitel: 新吉原大門口中之町 浮絵根元
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Handkolorierter Schwarzdruck. Tusche und Farben auf Papier.
- Abmessungen
- Blattmaß: 30,3 x 42,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/982265
Objektbeschreibung
Wie auf eine Bühne blickt man auf den belebten Platz am Haupttor in Shin-Yoshiwara in das nach hinten weit geöffnete Teehaus Tomoe-ya hinein. Mit sicherem Gespür für humorvolle und alltagsnahe Details wird das Leben im Vergnügungsviertel geschildert: Während im Vordergrund Gäste am Tor begrüßt werden, flaniert eine Kurtisane mit ihrer Dienerschaft vorbei. Einige auf Anonymität bedachte Samurai haben ihre großen Reisstrohhüte tief in die Gesichter gezogen. Im Hintergrund bieten Händler ihre Waren feil. Die herausgenommenen Schiebewände des Teehauses gestatten einen Blick in das Innere, wo eine Kurtisane und ihr Gast sich im mittleren Raum niedergelassen haben. Im hinteren Trakt wird die Küche sichtbar. Im Nebenraum wartet ein in einen Furisode gekleidetes Mädchen auf Besucher. Außerhalb des Tores weist eine Standarte mit der Aufschrift "Haupteingang zum Neuen Yoshiwara" den Reisenden und Ankommenden den Weg. Okumura Masanobu war sowohl Holzschnittzeichner als auch Verleger. Sein künstlerisches Schaffen fällt in eine Phase zahlreicher Neuerungen im Holzschnitt, die schließlich 1764/65 zu den kostsppieligen Vielfarbendrucken Harunobus führten. In den 1740er Jahren schuf Masanobu als erster so genannte "fließende Bilder" (uki-e), in denen seine Beschäftigung mit der anfänglich als kurios empfundenen westlichen Zentralperspektive sichtbar wird. Zahlreiche seiner Perspektivbilder schuf Masanobu als"beni-e". Neben beni (karminrotes, heute häufig ins Rosa verblaßtes, aus Safran gewonnenes Pigment) wurden sie mit weiteren Pflanzenfarben koloriert.
Letzte Aktualisierung: 18.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de