Logo

nte

Ident. Nr.: III C 26719 a,b

ObjID: obj:983554

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Zenker (11.6.1855 - 1922),
Sammler*in
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Kamerun,
Land
Mabea,
Ethnie
Material / Technik
Rahiapalme, Rotan, Schnur
Abmessungen
Objektmaß: a) 11,5 x 22,5 x 6,5 cm
Objektmaß: b) 9 x 16 x 5,5 cm

Objektbeschreibung

a.) Ein Modell. Ein aus Raphiamarkplättchen zusammengesetzter, kastenförmiger Resonator. Vier Zargen- und jeweils drei Decken- und Boden-plättchen. Holzstiftnagelung. Auf der Decke vier auf Gehrung geschnittene, gleichfalls angepflockte Randleisten aus Raphiamark. Drei flache, in Längsrichtung durch die Stirn- und Rückwand hindurchgespießte Halsbögen aus Bambussplissen. Drei zwischen den freien und den durchge-spießten Bogenenden ausgespannte Saiten. Die Enden sind hier wie dort angespitzt.
b.) Wie Nr. 161. [III C 26719 a] Der Boden jedoch offen und kreuzweise übernagelt. Schmalere Randleisten.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.