Logo

Ident. Nr.: V B 18943

ObjID: obj:990915

Details (Expert)

Beteiligte
Vera Lúcia Pedroso (2006),
Hersteller*in
Geografische Bezüge
Material / Technik
Ton (bemalt, glasiert)
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 32,9 x 22,5 cm
Durchmesser: 19,7 cm
Gewicht: 3,2 kg
Erwerbung
Schenkung 2006

Objektbeschreibung

Von unten beginnend wird die Vase zunehmend bauchiger, verjüngt sich wieder und setzt sich dann in etwa derselben Breite fort. Sie ist außen mit eckigen und runden geometrischen Mustern, typischen Kadiweu-Mustern, versehen. Diese werden in den Ton eingekerbt, die Kerben mit weisser Farbe nachgezogen und die dadurch entstehenden Felder mit folgenden Farben ausgemalt: Glänzendes Schwarz,Olivgrün, Ocker, dunkles Altrosa, glänzendes Altrosa, Rotbraun, Dunkelgrau, Cremeweiß, Creme, Dunkelbraun.

Anm.: Die Kadiweu verwenden auf ihren Tonerzeugnissen die gleichen Muster wie bei der Körperbemalung; siehe Strauss: Traurige Tropen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.