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Bootsmaske "Pogtettnoak - derjenige, welcher mit großem Boot reist" mit Hilfsgeist (tuunraq)

Ident. Nr.: IV A 5145

ObjID: obj:992730

Details (Expert)

Beteiligte
Johan Adrian Jacobsen (9.10.1853 - 1947),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Alaska,
Department
Kuskokwim,
Fluss/Gebiet
Abmessungen
Objektmaß: 97 x 75 x 40 cm
Gewicht: 2,7 kg

Objektbeschreibung

Dies ist eine der größten und auffälligsten Yup'ik-Masken der Berliner Sammlung. Jacobsen beschrieb sie als Tanzmaske eines mächtigen Schamanen, dessen Macht und Wohlstand durch die ausgestreckten Arme symbolisiert wird. Das Gesicht in der Mitte zeigt den Hilfsgeist (tuunraq) des Schamanen. Der stilsierte Bug und Heck eines schmalen Bootes bezieht sich auf den Namen der Maske: "Pogtettnoak - derjenige, welcher mit großem Boot reist".

Letzte Aktualisierung: 23.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.