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Verschiedene Studien

Ident. Nr.: 79 D 2, fol. 40 recto

ObjID: obj:999207

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Maarten van Heemskerck (1498 - 1574),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1532 - 1536
Weitere Titel
Sammlungstitel: Verschiedene Studien
Elefantenbrunnen des Giovanni da Udine in der Villa Madama und Girlandensarkophag und Ruinen der Maxentius-Thermen an der Südwestseite des Palatins
Abmessungen
Blattmaß: 13,6 x 20,9 cm

Objektbeschreibung

Van Heemskerck kombinierte hier eine Ansicht der Maxentius-Thermen auf dem Palatin mit einer um 90° gedreht angeordneten Brunnenstudie. Den sogenannten Elefantenbrunnen schuf Giovanni da Udine um 1520/1521 für den Garten der Villa Madama. Van Heemskerck zeichnete ihn zweimal und setzte ihn im Mittelgrund seines Gemäldes Momus tadelt die Werke der Götter ein.

Letzte Aktualisierung: 27.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)