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Ident. Nr.: I. 9363

ObjID: obj:1520765

Details (expert)

Date(s)
13. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th century
Dynastie: Rumseldschuken
Dynastie - engl.: Seljuks of Rum
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Herkunft (Allgemein): Konya,
Ort
Dimensions
Höhe: 26 cm
Breite: 26 cm
Tiefe: 3 cm
Gewicht: 2830 g

Object Description

Quadratische Fliese, die als Fayencemosaik aus zahlreichen türkis- und auberginefarben glasierten Einzelteilen zusammengesetzt ist. Von einem achtzackigen Stern aus entwickelt sich eine konzentrische mehrteilige Flechtrosette.
Die Fliese stammt aus der Sırçalı Medrese in Konya (Anatolien).
Derartige Fayencedekorationen entstanden in der Zusammenarbeit von Kalligraphen und Ornamentzeichnern sowie Fliesenherstellern und -schneidern, die in einem äußerst arbeitsaufwändigen Verfahren aus zahllosen zugeschnittenen Fliesenstücken ein lückenloses Muster zusammensetzten.

Last updated: 22.10.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.