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Ident. Nr.: K 3106

ObjID: obj:1521084

Details (expert)

Date(s)
11. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Herkunft (Allgemein): Italien,
Land
Herkunft (Allgemein): Sizilien,
Region
Material / Technique
Elfenbein, geschnitten, geschnitzt
Dimensions
Länge: 50 cm
Durchmesser: 11,5 cm

Object Description

Leicht gekrümmtes Blashorn aus Elfenbein, ein sogenannter Olifant. Der geschnitzte, reliefierte Dekor besteht aus drei Zonen: Schallzone, Mittelzone und Blaszone. Jede Zone zeigt Medaillons, die mit verschiedenen Tierdarstellungen gefüllt sind und wird jeweils durch zwei Bänder aus Wellenranken mit Palmettblättern und einem ungemusterten Streifen für die Metallbänder, an denen die Ösen für die Aufhängung befestigt waren, von den anderen Zonen getrennt. Verschiedene Tiere werden teils stilisiert, teils naturalistisch innerhalb der Medaillons dargestellt. Zu erkennen sind Löwen, Hasen, Steinböcke, Gazellen, Pfau und Raubvögel, Hyänen oder Goldschakale und Fabelwesen, die sich bald nach links und bald nach rechts wenden. Vegetabile Motive, wahrscheinlich stilisierte Trauben, sind zwischen den Medaillons gezeigt. Weitere vegetabile Motive füllen die Zwischenräume innerhalb der Medaillons. Die Enden der Schall- und Blaszonen sind glatt gestaltet.
Tierdarstellungen in vergleichbarem Stil sind ebenfalls von Elfenbeinkästen bekannt (vergl. K 3101) und auf Bauten in Süditalien festzustellen.
Der Olifant war früher mit einer Montierung versehen. Angeblich gehörte der Olifant mitsamt dem Kasten (K 3101) zum Domschatz in Speyer. Es ist wahrscheinlich, dass die Hörner ursprünglich im zeremoniellen Kontext gebraucht wurden.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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