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Ident. Nr.: I. 681

ObjID: obj:1522480

Details (expert)

Date(s)
11./12. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th - 12th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Dimensions
Höhe: 16,2 cm
Durchmesser: 10 cm
Durchmesser: 2,9 cm Rand

Object Description

Frei geblasene Flasche aus farblosem Glas mit farblich abgesetzten Applikationen. Über dem glockenförmigen Körper setzt ein kurzer konischer Hals mit einem gestauchten Wulstring an. Um den Körper sind zwei hellblaue horizontale Ringe aufgelegt, mit einem farblosen mäanderartigen Band dazwischen. Darüber ist ein großes Zickzackband aus farblosem Glas angelegt, wobei in den nach unten offenen Zacken jeweils drei hellblaue Punkte auf farblosen Glaspunkten appliziert sind. Auf dem Rand des Halses ist ein hellblauer Faden aufgelegt. Der Boden ist leicht hochgestochen und weist eine Heftnarbe auf.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.