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Ident. Nr.: I. 7727

ObjID: obj:1522952

Details (expert)

Date(s)
6./7. Jahrhundert
Datierung engl.: 6th - 7th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Dimensions
Höhe: 116 cm
Breite: 60 cm
Tiefe: 21 cm
Gewicht: 67,6 kg
Gewicht: 25,4 kg Halterung

Object Description

Fragmentierter, auf einem Gipsgrund gefestigter Torso einer etwas unter- bzw. dreiviertel-lebensgroßen Statue aus Stuck mit reichem gefälteltem, antikisierendem Gewand. Kopf, Hände und Füße sind nicht erhalten. Die als handmodelliertes Hochrelief ausgeführte Statue ist vom Bildgrund getrennt. Sie erhielt einen Kalküberzug, auf dem in Freskobemalung das Obergewand mit blauer und das Untergewand mit roter Pigmentfarbe unterschieden sind. Am Halssaum haben sich Reste einer goldenen Borte erhalten. Die Figur wurde bei den ersten Sondagen im Anbau bzw. Chor am Mittelraum eines als Kirche interpretierten, in islamischer Zeit umgenutzten Gebäudekomplexes des Ruinenhügels Qasr bint al-Qadi im Stadtgebiet Ktesiphons gefunden. Sie lag mit der Rückseite direkt auf dem Fußboden. Teils ebenfalls bemalte und vergoldete Beifunde von Architekturelementen aus Stuck wie Palmetten, kleine Säulen bzw. Halbrundstäben mit Zickzackkannelur deuten an, dass die Figur wohl von einer rahmenden Ädikula eingefasst wurde. Dieser Fundzusammenhang unterstreicht die Bedeutung der dargestellten Person, bei der es sich um einen Herrscher, hohen Würdenträger oder Heiligen handeln kann. Mitunter wird die in die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts bzw. die Herrschaftsphase Chosraus II. (590-628) datierte Plastik als Darstellung eines Priesterkönigs angesprochen.

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.