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Ident. Nr.: I. 578

ObjID: obj:1522955

Details (expert)

Date(s)
1. Viertel 10. Jahrhundert
Datierung engl.: First quarter 10th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Material / Technique
Marmor, geschnitten, poliert, eingemeißelt
Dimensions
Höhe: 33 cm
Breite: 45,8 cm
Tiefe: 3 cm
Gewicht: 10,6 kg

Object Description

Fragment eines Grabsteins aus Marmor. Die eingemeißelte Inschrift im sogenannten floralem Kufi-Duktus beträgt acht Zeilen. Das Schriftfeld ist von einem einfachen Flechtband umrahmt und läuft seitlich in eine Palmette aus. Dadurch wurde die Form der Tabula ansata imitiert, einer Inschriftentafel, die aus dem Spätantiken Kulturkreis bekannt ist. In der letzten Zeile war das Todesdatum erwähnt, wobei nur noch der Todestag „Sonntag der 5.“ erhalten ist.
Die kantige Kufi-Schrift ist einer der ältesten Formen kalligraphischer Schrift, benannt nach der Stadt Kufa im Irak. Diese Art von Schrift wurde auch zur Dekoration von Metall-, Holz- und Keramikobjekten sowie von Gebäuden verwendet. Der florale Kufi-Duktus zeichnet sich durch Buchstaben aus, die in floralen Motiven auslaufen.

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.