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Ident. Nr.: I. 6191

ObjID: obj:1523077

Details (expert)

Date(s)
8. Jahrhundert
Datierung engl.: 8th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Jordanien,
Land
Fundort: Mschatta,
Ort
Material / Technique
Gips, geformt, geschnitten
Dimensions
Höhe: 12,9 cm
Breite: 9,2 cm
Tiefe: 6,7 cm

Object Description

Kleines Stuckfragment mit fünf bogenförmigen Rippen. Bei dem Objekt könnte es sich um ein Gewandfragment handeln, dessen Falten hier angegeben sind. Auf der Rückseite fallen zwei halbrunde geglättete Flächen auf, als ob das Stück an etwas angepasst war. Oben ist eine längliche Vertiefung erhalten, die vielleicht von der Verankerung auf dem Untergrund (der Wand?) stammt. Vermutlich im Thronsaal gefunden.
Das kleine Fragment könnte von einer Statue stammen, wie sie als Ausstattung auch anderer umaiyadischer Paläste bekannt sind, wo große Skulpturen aus Stuck nachgewiesen werden konnten. Sie zeigen, dass in frühislamischer Zeit im weltlichen Umfeld der Kalifenpaläste das sogenannte Bilderverbot des Islam keine spezielle Beachtung fand.
Das Fragment gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.