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(Iranische Anthologie aus Bibliothek des Timuriden-Prinzen Baisunqur, Sohn von Schahrukh)

Ident. Nr.: I. 4628 S. 1

ObjID: obj:1521186

Details (expert)

Creator/Entity
Bestellung: Giat al-din Baysonqor (1397 - 1433),
Auftraggeber*in
Date(s)
1420
Datierung engl.: 1420
hiǧra - dt.: Rabi‘ I 823
hijra - engl.: Rabi‘ I 823
Dynastie: Timuriden
Dynastie - engl.: Timurids
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Schiras,
Ort
Dimensions
Höhe: 28 cm
Breite: 19,5 cm

Object Description

Illumination: Medaillon mit nachträglichem Bibiothekseintrag für Baisunqur (schamsa), 19,6 x 12 cm.
Von der ursprünglichen Form noch erhalten äußere Bordüre mit Blütenstangen sowie zwei kleine Pendants in der senkrechten Achse, matt-blauer Grund, besetzt mit linearer vegetabiler Goldornamentik in weißem Zickzack-Band, kleine Goldtupfer.
Im Zentrum nachträglich aufgebrachter Goldgrund mit vierzeiliger, fein schwarz umrahmter weißer Inschrift in kalligraphischem Thulth-Duktus über grüner vegetabiler Spiralranke; in innerer, breiterer Bordüre mit leuchtendem Lapislazuli-blauem Grund vier größere passige weißgrundige Kappen alternierend mit vier kleineren Pendants, gefüllt mit fiedrigen vegetabilen Motiven in bräunlicher Tusche mit flüssigen Gold- und wenigen blauen Tupfern, orangerot unsicher gerahmt, dazwischen weiße Blütenstengel mit flüssigen Goldrosetten; weiße Punktbänder und orangerote Leisten rahmen diese Bordüre, die einige Buchstaben überschneidet, also nach der Inschrift aufgebracht wurde; Lapislazuli-blaue Reparaturen mit unklarer Goldornamentik in äußerer Bordüre – Farben und Ornamentik weichen von denjenigen in der ganzen Handschrift ab.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.