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Ident. Nr.: I. 1/75 a

ObjID: obj:1521094

Details (expert)

Date(s)
1. Hälfte 18. Jahrhundert
Datierung engl.: 1st half of the 18th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Indien,
Land
Dimensions
Höhe: 12,7 cm
Breite: 5,3 cm
Tiefe: 5 cm

Object Description

Formgeblasene Flasche aus dunkelblauem Glas mit weißer Email- und Goldbemalung. Die viereckige Flasche ist auf allen Seiten mit gleichen weißen Stauden aus einer Art Fächerblumen bemalt und mit Gold gemalten Rahmen eingefasst. Der Hals ist gestaucht und mit Gold bemalt; darüber und auf der Schulter finden sich weitere weiße Blumen und Palmetten. Der Boden ist etwas hochgewölbt und zeigt die diagonale Naht der dreieckigen Form, in die die Flasche ursprünglich geblasen wurde. Setzte man die beiden dreieckigen Flaschenhälften zusammen, verliefen die Nähte über die Ecken des Gefäßes und konnten durch die Goldbemalung aus Punkten und Streifen leicht kaschiert werden.
Gefäße dieser Art waren wohl mit kostbarem Inhalt wie Parfüm gefüllt und wurden in Reiseparfümerien aufbewahrt. Die Form der Flasche imitiert europäische Ginflaschen (aus den Niederlanden), die häufig undekoriert nach Indien geliefert wurden. Meist wurden die Flaschen erst dort mit der Bemalung versehen. Hier allerdings gehen auch die Blütenstauden auf europäische Vorbilder zurück.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.