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Ident. Nr.: Kt I. 319.1-15

ObjID: obj:1524123

Details (expert)

Date(s)
1101 - 1400
Datierung engl.: 12th - 14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort

Object Description

Konvolut aus Seladonscherben und Scherben seladonartig glasierter Keramik sowie einer Randscherbe einer weiß-beige glasierten Schale aus gelber Irdenware. Das Konvolut wurde wohl als Übersicht zu den Variationen einer spezifischen Fundgattung zusammengestellt, die importierte chinesische, in ihrer Färbung Jade imitierende Seladon-Waren kopiert. Echtes, hochwertiges Seladon war rar und regte Kopien an, die gleichfalls außerordentliche Materialqualität erreichen konnten. Eine Boden- und eine Wandscherbe von Schalen mit extrem festen, steingutartigen Scherben können daher sogar als echtes Seladon bezeichnet werden und kommen der chinesischen Seladonqualität nahe. Die blassgrüne, leicht graue Glasur auf Feldspat-Basis ist transparent und lässt ohne Grundierung die steinzeugartige Keramik durchscheinen. Der Ton ist so hochtemperiert klingend hart gebrannt, dass die Tonmoleküle miteinander zu verschmelzen begannen. Die anderen Fragmente bestehen aus graubeiger bis orangebeiger Irdenware. Ebenfalls hart gebrannt erreicht die Aufbereitung des Tons keine entsprechende Qualität. Allein mit den Überzügen durch opake grau-grüne Glasuren wurde bei diesen Schalen versucht, die begehrten Seladonwaren optisch nachzuahmen. Fast alle Fragmente entstammen den Ausgrabungen in der islamischen Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons. Eine Scherbe entstammt laut Fundbuch den Grabungen am sogenannten Pulvermühlenhügel, die Beschreibung stimmt aber nicht mit dem Objekt überein und es scheint sich um eine historische Falschbeschriftung zu handeln (KtW 207).

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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