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Ident. Nr.: I. 2864

ObjID: obj:1525429

Details (expert)

Date(s)
11./12. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th - 12th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Fundort: Magnesia,
Ort
Dimensions
Höhe: 4,4 cm
Breite: 4,2 cm
Tiefe: 1,4 cm
Gewicht: 15,3 g

Object Description

Getriebenes Medaillon aus Silber mit vergoldetem filigranem und granuliertem Dekor. Das runde Medaillon mit einer Aussparung für eine heraldische Adlerfigur oben ist doppelwandig gearbeitet. Um einen gewölbten, halbkugelförmigen Buckel in der Mitte liegt ein Kreis mit vielfältigen Verzierungen. Spiralen aus Kordeldraht trennen durchbrochene und granulierte Rosetten und Schuppen, wobei alle Einzelelemente auch mit S-förmigen Drahtschlaufen eingerahmt sind. Der zentrale Buckel ist mit einem Dreiblatt und Voluten aus Kordeldraht verziert. Auch das Gefieder des Adlers ist durch S-förmige Schlaufen gebildet, während die Konturen durch Kordeldraht gebildet sind. Um die Wölbung in der Mitte sind fünf Ösen für ein – jetzt verlorenes - Perlenkettchen aufgelötet. Die Rückseite ist annähernd identisch gestaltet; allerdings fehlen die durchbrochenen Schuppenornamente, die durch granulierte Spiralranken ersetzt sind, und der zentrale Buckel war unverziert.
Das Medaillon wurde bei den 1891-93 durchgeführten Ausgrabungen in Magnesia am Mäander gefunden.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.