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Ident. Nr.: I. 3580

ObjID: obj:1525504

Details (expert)

Date(s)
Mitte 14. Jahrhundert
Datierung engl.: Mid-14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Dimensions
Höhe: 10,5 cm
Durchmesser: 24 cm
Gewicht: 1178 g

Object Description

Gegossenes Becken aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und tauschiertem Dekor. Der Dekor des Wasserbeckens ist sehr qualitätvoll: Die breite Wandung des Beckens nehmen sechs Kreismedaillons mit Reitern vor Spiralrankengrund dazwischen ein. Die Medaillons zeigen jeweils Motive aus dem höfischen Umkreis mit zwei stehenden oder sitzenden Personen vor dichten Pflanzen- und Blütenstauden. Bei den Reitern handelt es sich um Polospieler, über denen Vögel aufgeflogen sind. Alle Details wie Kleidung, Sattel- und Zaumzeug sind durch Gravuren in der Silbertauschierung angegeben.
Den tiefen Bauch und den gerundeten Boden umgibt ein engmaschiges, in den Boden reichendes Netz aus Rauten. Die dadurch gebildeten, nach außen größer werdenden Flächen sind mit Blattmotiven besetzt. Innen ist die Mitte des Bodens durch ein Medaillon betont, das zwei Schwäne vor dichtem Blättergrund zeigt. Daneben befindet sich ein Besitzervermerk.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.