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Ident. Nr.: I. 1996.2

ObjID: obj:1525527

Details (expert)

Date(s)
Anfang 13. Jahrhundert
Datierung engl.: early 13th century
Dynastie: Seldschuken (Großseldschuken)
Dynastie - engl.: Seljuks
Dimensions
Höhe: 10,3 cm
Durchmesser: 21 cm
Wandungsstärke: ca. 0,3 cm

Object Description

Steilwandige Schale mit dichtem Dekor: im Spiegel sitzen zwei Vögel zu beiden Seiten eines stilisierten Bäumchens; daran schließt sich eine umlaufende Inschrift an – ausgespart aus dem goldbraunen Grund und unter dem Rand eine weitere Inschrift. Dazwischen bilden sechs verschlungene und sich gegenseitig bedrohende Schlangenpaare das Hauptmotiv; ihre Leiber sind in zwei konzentrischen Ringen angeordnet.
Die im Schriftduktus Naschi geschriebenen Inschriften geben Verse berühmter persischer Dichter wieder, die von Sana'i Ghaznawi (lebte etwa von 1045-1131) und des Nizami (um 1140- ca. 1217).
Die Außenseite ist mit einem breiten Fries vertikaler Zweige mit kleinen Blättchen (?) verziert.
Eine inschriftlich auf das Jahr 607 H. (1210) datierte Schale des New Yorker Metropolitan Museum of Art zeigt den gleichen Dekor mit sehr ähnlichen Schlangenpaaren und bietet so einen guten Anhaltspunkt für die zeitliche Einordnung des Berliner Stücks.

Last updated: 08.09.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.