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Ident. Nr.: Sam 839

ObjID: obj:1527096

Details (expert)

Date(s)
9. Jahrhundert
Datierung engl.: 9th century
Dynastie: Tang –Zeit
Dynastie - engl.: Tang Dynasty
Dimensions
Höhe: 4 cm
Durchmesser: 41,5 cm
Wandungsstärke: ca. 0,7 cm

Object Description

Großer, etwa zu drei Vierteln erhaltener Teller mit breitem Rand. Im Spiegel erscheint ein durch den Anguss geritztes Quadrat, dessen Ecken durch Palmettblüten betont sind; dazwischen sind baumartige Formen eingeritzt. Der gesamte Grund ist innen und außen mit grünen Tupfen bedeckt; nur der Boden außen blieb unglasiert.
Dieser Teller wurde bei den Ausgrabungen in Samarra (Irak) gefunden und belegt, zusammen mit anderen chinesischen Importstücken, den im 9. Jahrhundert florierenden Fernhandel. Chinesisches Porzellan und Keramik waren begehrte Handelswaren; im Gegenzug gelangte unter anderem ʿabbasidisches Glas bis nach China. Lokale Keramikwerkstätten des ʿAbbasidenreiches imitierten die chinesischen Waren und entwickelten neue Techniken und Formen.

Last updated: 04.03.2026

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Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.