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Ident. Nr.: I. 1/64

ObjID: obj:1530690

Details (expert)

Date(s)
2. Hälfte 18. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd half of the 18th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Dimensions
Höhe: 191 cm
Breite: 134 cm
Rahmenmaß: 201 x 146 cm

Object Description

Nischen-Teppich. Die blaugrundige Nische schließt oben mit einer mehrfach abgetreppten Spitze ab, die auf zwei schmalen, mit Rosetten verzierten Säulen ruht, während die Säulenbasen als stilisierte Palmetten wiedergegeben sind. In der Spitze der Nische erscheint eine medaillonartige Blütenstaude. Die rotgrundigen Zwickel sind mit Blütenreihen in blau und weiß gefüllt. Darüber schließt ein Streifen mit stilisierten roten Wolkenbändern auf dunkelblauem Grund an. Die Hauptbordüre ist umlaufend mit Blütenstauden besetzt, die alle in Richtung der Nische ausgerichtet sind. Die Hauptbordüre wird von zwei Nebenbordüren mit einfachem Rosettendekor eingefasst. Der fein gearbeitete Teppich wird der westanatolischen Stadt Gördes zugeordnet.

Last updated: 04.03.2026

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Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.