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Demotisches Ostrakon mit einer r.rḫ=w-Urkunde zur Festsetzung der Erntesteuer

Ident. Nr.: P 9462

ObjID: obj:1563428

Details (expert)

Involved
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Museum für Völkerkunde Berlin (1919 - 1999),
Treuhänder*in
Additional titles
Collection title: Demotisches Ostrakon mit einer r.rḫ=w-Urkunde zur Festsetzung der Erntesteuer
Translation: Demotic ostracon with a receipt for the harvest tax setting
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 8,2 x 14,7 x 1 cm

Object Description

Ostrakon mit einer staatlichen Urkunde zur Festsetzung der Erntesteuer in demotischer Schrift und Sprache. 9. Jahr Ptolemaios IX. Soter II., Frühjahr 108 v. Chr., Theben-Ost.
In der spätptolemäischen Zeit (ab ca. Ende 2. Jh. v. Chr.) wurden jählich die Felder neu vermessen, um die entsprechende Erntesteuer festzusetzen. Die früher favorisierte Interpretatin als Zwangspacht ist inzwischen als nicht richtig erkannt worden. Hier werden dem Bauern Pikos in Theben-Ost seine Felder mit knapp 1400 qm berechnet, dafür die zu zahlende Steuerschuld festgelegt und durch diese Quittung bestätigt. Der zuständige Beamte Psemminis hat die Urkunde ausgestellt, zwei Kollegen bestätigten den Vorgang mit ihren Namen.
J. Moje

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).