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Äthiopischer Pergament-Kodex mit einem Gebetbuch, enthaltend Psalter und Cantica

Ident. Nr.: P 22194

ObjID: obj:1615600

Details (expert)

Additional titles
Collection title: Äthiopischer Pergament-Kodex mit einem Gebetbuch, enthaltend Psalter und Cantica
Translation: Ethiopian parchment codex with a prayer book containing psalter and cantica
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 16,8 x 13,5 x 6,3 cm (geschlossen)
Höhe x Breite: 16,4 x 26,7 cm (offen)

Object Description

Dieser Kodex aus Pergament enthält ein Gebetbuch in äthiopischer Sprache mit Psalter und Cantica. Er ist vollständig erhalten und besteht aus 150 Blättern Pergament und 13 Blättern Papier. Auf der Haar- und der Fleischseite ist jeweils eine Kolumne notiert. Das Stück datiert vermutlich ins 19. nachchristliche Jahrhundert und stellt ein Geschenk des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke dar.
J. Moje

Last updated: 28.04.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).