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Atemobjekt, Teppich

Ident. Nr.: SFNG 78/11

ObjID: obj:1716442

2011 erworben durch die Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst
n/a

Details (expert)

Creator/Entity
Günter Weseler (1930 - 2020),
Künstler*in
Date(s)
Herstellung: 1980
Additional titles
Collection title: Atemobjekt, Teppich
Translation: breathing objects, the new species
Provenance
Cosar HMT, Düsseldorf,
2.7.2011
Material / Technique
Teppich, Kaninchenfell, Motor
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 160 x 115 x 12 cm
Acquisition
2011 Ankauf von der Galerie Cosar HMT, Düsseldorf, durch die Stiftung der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst

Object Description

Scheinbar atmende Objekte aus Fell sind ein Markenzeichen von Weselers Kunst, die als „organische, animalische Kinetik“ bezeichnet wurde (Helga Meister, in: Günter Weseler. Werke 1964–1974, Ausst.-Kat. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1974, o. S.). Nach einer Lehre als Hochfrequenz- und Tontechniker sowie einem Diplom in Architektur arbeitete Weseler seit 1958 als freischaffender Maler und Bildhauer. Infolge eines Halsleidens beschäftigte er sich mit bewusstem Atmen, komponierte 1964 erstmals „Atemmusik“ und ging 1966 zu Objekten mit beweglichen Elementen über. Durch das weiche Material Fell wird zunächst eine angenehme Assoziation mit der Berührung zahmer Tiere hergestellt. Die vergebliche Suche nach einem Kopf und den Extremitäten jedoch hat etwas Unheimliches, dies umso mehr, als die körperlosen Büschel sich langsam ausdehnen und wieder zusammenziehen. Versteckte Elektromotoren ermöglichen unterschiedliche Geschwindigkeiten und Intervalle. „Die ursprünglich ‚allgemeinen Metaphern organischen Lebens‘ werden jetzt zu Metaphern des parasitär Wuchernden […].“ (Günter Weseler, in: Weseler, Atemobjekte, Friedberg-Bruchenbrücken 1986, o. S.) Mit Fell lässt sich alles besetzen, von einer Teetasse, die Weseler 1975 als Multiple gestaltete, in Anspielung auf die 1936 von Meret Oppenheim geschaffene „Pelztasse“ (The Museum of Modern Art, New York), bis zu alten Orientteppichen. | Dieter Scholz

Last updated: 04.08.2026

Contact

Institution:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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