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Tragaltar des Adelvoldus aus dem Welfenschatz

Ident. Nr.: W 8

ObjID: obj:1819362

Details (expert)

Date(s)
Ende 11. Jahrhundert
Geographical references
faktischer Entstehungsort: Braunschweig
Dimensions
Objektmaß: 7,5 x 21,1 x 21 cm

Object Description

Auf der silbernen Einfassung des Altarsteins befindet sich folgende umlaufende niellierte Inschrift: + HVNC LAPIDEM / CONSECRATVM DE/DIT ADELVOLDVS PR/EPOSITVS S(AN)C(T)O BLASIO (Diesen geweihten Stein gab Propst Adelvoldus dem hl. Blasius). Vom Todesjahr des Stifters Adelvoldus († 1100), des ersten namentlich bekannten Propstes des Braunschweiger Burgstiftes, kann eine gesicherte Datierung des Tragaltars in das ausgehende 11. Jahrhundert abgeleitet werden. Die Formulierung der Inschrift verdeutlicht die für Stiftungen dieser Art im Mittelalter charakteristische Praxis, die Gabe im Grunde nicht einer bestimmten Kirche als Institution, sondern ihrem Patronatsheiligem persönlich zu widmen. Von Adelvoldus, der auch Atheloldus oder Adeloldus genannt wird, erfahren wir, dass er mehr als 50 Bücher für das Stift beschafft und für das Kapitel umfangreichen Grundbesitz erworben hat.
Der annähernd quadratische Tragaltar des Adelvoldus ist das einzige erhaltene Exemplar eines Portatile, dessen Seitenwände mit Steinplatten, mit gebräuntem Alabaster, besetzt sind. Gemeinsam mit den acht in Silber getriebenen Darstellungen von übergiebelten oder überkuppelten Torgebäuden an den Ecken kommt den steinernen Seitenwänden vermutlich auch eine bildhafte Bedeutung zu. Sie wurden als symbolisches Abbild des Himmlischen Jerusalem angesehen, wie es im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes beschrieben wird, auch wenn die Zahl der Tore nicht übereinstimmt: „Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren […, sie] war viereckig angelegt und ebenso lang wie breit [… und] ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut“ (Apk 21, 12–18). LL

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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