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Tafelförmiger Tragaltar aus dem Welfenschatz

Ident. Nr.: W 28

ObjID: obj:1839295

Details (expert)

Date(s)
12. Jahrhundert (?)
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Deutschland
Dimensions
Objektmaß: 2,3 x 33,7 x 22,2 cm

Object Description

Der Altarstein aus weißem Marmor ist in eine schlichte Tafel aus Eichenholz eingelegt. Ein Metallbeschlag war niemals vorhanden. Vielmehr ist das Holz an der Oberseite und an den Kanten rot gefasst. Die Farbe ist über einem nur teilweise erhaltenen Kreidegrund in mindestens zwei Schichten aufgetragen, wobei ein dunkleres Rot über einer beschädigten ersten (?) hellroten Fassung liegt. Es existiert bislang noch keine Pigment- und Bindemittelanalyse.
Die Altarplatte wurde durch vier offenbar nachträglich über Eck angebrachte schmale Messingbleche fixiert, von denen nur zwei erhalten sind. Das Reliquiensepulchrum des Portatile ist von der Unterseite aus zugänglich und durch eine aufgenagelte geschmiedete Eisenplatte verschlossen.
Wie bei dem tafelförmigen Tragaltar Inv. Nr. W 27 gibt es keinerlei stilistische Hinweise auf die Entstehungszeit des Werkes. Eine dendrochronologische Altersbestimmung des Holzes ist wegen der fast vollflächige erhaltenen Farbfassung an den seitlichen Schnittflächen problematisch.
Das queroblonge Format des Altarsteins sowie die Proportionen der an den Lang- und Schmalseiten unterschiedlich breiten Ränder der Holztafel verweisen unter morphologischem Aspekt auf die Zugehörigkeit zu einer Gruppe weitgehend schmuckloser tafelförmiger Tragaltäre im Kopenhagener Nationalmuseum, im Damenstift Isenhagen, in der Benediktinerabtei Michaelbeuern und im Diözesanmuseum Brixen, die in das 11. bis 13. Jahrhundert datiert wird. LL

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus farblosem Glas, Abriss am Boden, leicht ansteigender Fuß mit versenktem und mattiertem Spitzblattfries, angesetzt ein wabenfacettierter Balusterschaft zwischen zwei ebenfalls wabenfacettierten Nodi, der Baluster ist mit drei übereinanderliegenden Kränzen aus eingestochenen Luftblasen verziert. Die becherförmige Kuppa wiederholt am Ansatz den Spitzblattdekor vom Fuß und trägt auf der Wandung das fein geschnittene große brandenburgisch-preußische Wappen, beidseitig gehalten von Wilden Männern und unter einem mit Adlern und der Bügelkrone bekrönten Baldachin, hinter dem rechts die Sonne strahlt, unten: Gott mit uns. Die Gegenseite zeigt den preußischen Adler im Flug gegen die Sonne, darunter: Nec soli cedit (Nicht [einmal] der Sonne weicht er), die Devise des sogenannten Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. (reg. 1713–1740). Den verwärmten Mündungsrand ziert ein geblänkter Perlfries unter einer Linie. Bei dem Glas handelt es sich um ein Erzeugnis der Potsdamer Glasmanufaktur, in die Regierungszeit Friedrichs I. datierend, auf den es mit Wappen und Devise gleich zweifach Bezug nimmt. Vermutlich gehörte ein Deckel dazu (der zugeordnete Deckel mit der Inv.-Nr. O-1982,92 b ist zu groß). Ähnliche Deckelpokale mit dem gleichen Sujet sind überliefert (Keisch/Netzer, Herrliche Künste und Manufacturen, 2001, Kat. 180, 181, 191, 192, 194; Rückert, Die Glassammlung des Bayerischen Nationalmuseums, Bd. 2, 1982, Kat. 812, S. 275, Taf. 251; Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Inv. Nrn. XIII 7 und Dln E.St. 01/26; Stiftung Stadtmuseum Berlin Inv. Nr. KH 99/1270 A; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 19.2 und 20.1). Pokale von dieser Größe und mit königlichen Symbolen waren sicherlich für den Hof bestimmt. [Verena Wasmuth]MAKR

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