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Fliese mit heraldischem Adler

Ident. Nr.: 1876,1415

ObjID: obj:1855054

Details (expert)

Date(s)
Ende 15. Jahrhundert
Dimensions
Objektmaß: 14,2 x 14 x 3,5 cm

Object Description

Eine schmale Leiste rahmt das diagonal ausgerichtete Bildfeld quadratisch ein. Dargestellt ist ein nach rechts blickender Adler von schmaler, länglicher Gestalt. Die Flügel sind erhoben, das Gefieder, alternierend aus schmalen und breiteren Federn bestehend, ist strahlenförmig aufgespannt und biegt sich leicht nach außen. Der lang gezogene Schwanz ist symmetrisch in drei Strähnen gespaltet, die als Lilien enden. Die gespreizten Krallen sind links etwas zierlicher als rechts. Kopf und Hals sind durch die Drehung in einem S-Schwung angelegt. Der Schnabel ist geöffnet, die Zunge ist sichtbar. Am Hals geht nach links und rechts jeweils eine Feder ab, die sich einrollt.
Eventuell aus dem Reichsaal im Aachener Rathaus.

Last updated: 18.09.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR