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Fliese mit Hauszeichen des Kölner Bürgermeister Johannes Maes (?)

Ident. Nr.: F 2562 c

ObjID: obj:1855100

Details (expert)

Date(s)
1571
Dimensions
Objektmaß: 14,4 x 14,3 x 2,4 cm

Object Description

Die Fliese wird gänzlich von einer Tartsche eingenommen, deren obere Eckkartuschen gespaltet und gegenläufig eingerollt sind. Der Grund ist gestuft. In der Schildmitte ist eine auf dem Kopf stehende „1“, an deren Spitze ein „M“ angebracht ist. Von der Stabmitte der „1“ geht nach rechts ein annähernd griechisches Kreuz und nach links zwei geschwungene Linien, die mit dem Stab ein „K“ bilden. Auf Höhe dieser Abgänge ist rechts ein „C“ und links ein „M“. Unter diesen beiden Buchstaben ist durch Rauten und den Mittelteil getrennt die Datierung „1571“ angebracht. In den Zwickeln zwischen Schild und Fliesenecken sind kleine Dreipässe eingefügt.
Aus Köln, vermutlich vom Wohnhaus des Johann Maes und seiner Gemahlin Catharina von Merhem.

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR