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Strahlenkranzmadonna

Ident. Nr.: AE 445

ObjID: obj:1904412

Details (expert)

Date(s)
um 1490
Material / Technique
Glas, farblos, rot und gelb; Schwarzlot, Bleiruten
Dimensions
Höhe x Breite: 32,5 x 21,5 cm (mit Rahmen)

Object Description

Nur die auf einer nach oben geöffneten Mondsichel stehende Muttergottes und der Strahlenkranz sind spätgotisch, während der Bildhintergrund aus roten Scheiben mit Granatapfelmuster wohl aus dem 19. Jahrhundert stammt. Gesichtsausdruck und Körperhaltung der mädchenhaften Maria erinnern an sehr ähnliche Bildfindungen Martin Schongauers, etwa in den Kupferstichen "Die Heilige Madonna im Hofe" (L. 38) oder "Die hl. Agnes" (L. 67). Dies und die werktechnische Verwandtschaft zu einem nach Straßburg lokalisierten Glasgemälde mit der Darstellung der Rosenkranzmadonna in der Pfarrkirche zu Dagesheim (Baden-Württemberg) machen die Herkunft der Scheibe aus einer in Straßburg tätigen oberrheinischen Glasmalereiwerkstatt wahrscheinlich. LL
CVMA 98705

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR