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Ident. Nr.: I. 8850

ObjID: obj:1909914

Details (expert)

Creator/Entity
Eugen Wirth (1925 - 2012),
Sammler*in
Date(s)
12. Jahrhundert
Datierung engl.: 12th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Höhe: 12,5 cm
Breite: 12,6 cm
Tiefe: 7,4 cm
Gewicht: 298 g

Object Description

Gegossene und gelötete Öllampe mit graviertem/ziseliertem und tauschiertem Dekor. Die Lampe steht auf einem kegelförmigen, längs gerippten Fuß. Ihr Körper ist halbkugelförmig mit einer kurzen breiten Tülle, die durch kupfertauschierte vertikale Streifen abgesetzt ist. Den ovalen Griff bekrönt eine kleine Vogelfigur. Der Lampenkörper ist auf beiden Seiten sowie auf dem Rand symmetrisch mit Schriftkartuschen, teilweise mit Rankenornamenten verziert. Dahinter folgt jeweils ein Löwe, dessen frontal wiedergegebener Kopf sich plastisch vom Gefäßgrund abhebt, während der Rest des Körpers und der lange buschige Schwanz eingraviert sind. Die Inschriftenkartuschen auf der Oberseite der Lampe sind auf beiden Seiten von kupfertauschierten Kreisen eingefasst. Der Deckel fehlt, nur das Scharnier ist noch vorhanden.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.