Logo

Ident. Nr.: I. 596

ObjID: obj:1909948

Details (expert)

Date(s)
14. Jahrhundert
Datierung engl.: 14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Höhe: 11 cm
Durchmesser: 26 cm
Gewicht: 908 g

Object Description

Getriebenes Becken aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und Resten von tauschiertem Dekor; geschwärzt. Das Becken hat einen gewölbten Boden, der nach oben breit ausbaucht. Die Wandung zieht zum abgesetzten Rand leicht ein. Der Hauptfries auf der Wandung wird durch zwei Perlbänder begrenzt. Dazwischen liegen siebzehn Rundmedaillons, die mit kleineren Medaillons verbunden sind. Die bildlichen Darstellungen in den Medaillons zeigen sitzende Zecher und Musikanten. Auf der Schulter folgen auf das Perlband zwei Friese aus einer Wellenranke und einem Flechtband, über denen auf dem Gefäßrand ein Inschriftenfries steht. Der Boden ist innen mit einem Sonnenmotiv verziert, umgeben von Fischen und Lotosblüten.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert. Hier sind die Einlagen aber ausgefallen.
Für die schwarze Masse liegen noch keine Analysen vor, sodass unklar ist, ob es sich um Niello handelt, eine Kombination von Silber, Blei, Kupfer und teilweise auch Schwefel.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.